Gehörlosigkeit

Von Gehörlosigkeit spricht man – im Gegensatz zur Taubheit – wenn der komplette Verlust der Hörfähigkeit vor der Erlernung der Sprache eintritt. In der Regel handelt es sich hier also um einen angeborenen Hörschaden. Die Gehörlosigkeit äußert sich durch die Unfähigkeit selbst die lautesten Geräusche kaum oder gar nicht differenzierbar wahrnehmen zu können.

Eine angeborene Gehörlosigkeit wird zumeist erst im Alter von 2 Jahren erkannt, da eine Ausprägung der Sprachfähigkeit des Neugeborenen vorher nicht erwartet wird. Um diese Spätdiagnose zu verbessern wird in Deutschland seit 2009 das sogenannte Neugeborenenhörscreening durchgeführt. Hier wird bereits nach ein oder zwei Tagen die Hörfähigkeit getestet, um eventuelle Hörschäden frühzeitig zu erkennen.

Als Ursache bzw. Faktoren und Syndrome für die angeborene Gehörlosigkeit gelten:

  • Röteln-Embryopathie
  • Rh-Inkompatibilität mit Kernikterus
  • Syphillis
  • Vererbung
  • Usher-Syndrom
  • Waardenburg-Syndrom
  • Alport-Syndrom
  • Jervell-Lange-Nielsen-Syndrom
  • Cockayne-Syndrom
  • Pendred-Syndrom

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