Karriere mit Hörschaden: Fotografie

Wenn auch vielleicht ein wenig klischeehaft, so ist doch der erste Beruf, den wir in unserer Kategorie „Karriere Chancen für Menschen mit Hörschädigung“ präsentieren wollen, der des Fotografen und Bildbearbeiters. Wer die Welt primär mit dem Sehsinn wahrnimmt, scheint für den Fotografen-Beruf geradezu prädestiniert zu sein, denn auch hier geht es darum, zu sehen, was andere nicht sehen und es so festzuhalten, dass es Bedeutung trägt und Emotionen transportieren kann. Selbstverständlich ist nicht jeder gehörlose Mensch direkt zum Fotografen oder Bildbearbeiter geboren und der Weg in diesen Berufszweig birgt natürlich auch einige Aufgaben und Hürden, die es zu überwinden gilt.

Der Beruf des Fotografen ist vielfältig. Ob nun als das Foto für das Passbild, Hochzeitsfotos oder Bilder mit künstlerischem Aspekt: Die Grundvoraussetzung für den Fotografenberuf ist das notwendige Verständnis von Bildkomposition und natürlich der Technik, von DSLR bis zur Blende, dem Stativ bis zum Objektiv und der Beleuchtung. Als kleinen Vorgeschmack haben wir hier einmal einen Blogbeitrag, der sich mit der Funktionsweise der Digitalen Spiegelreflexkamera, allem möglichen Zubehör und auch Kompositions-Themen befasst.

www.wepreserve.eu

Voraussetzungen

Ein Fotograf – oder solcher, der es gerne werden möchte – benötigt vor allem ein gutes Gefühl für Bilder und die richtige Komposition von Farben, Aufbau und Fokus. Das sind natürlich alles Handwerke, die man auch erlernen kann und in der Ausbildung erlernen wird, aber eine gutes Grundverständnis und angeborenes Talent für diese Dinge kann durchaus als Voraussetzung gesehen werden, um die Ausbildung auch mit Erfolg und vor allem Freude zu absolvieren.

Es gibt für die Ausbildung als Fotograf keine geregelte Norm für den vorausgesetzten Schulabschluss, aber tendenziell werden Menschen mit erworbener Hochschulreife eher in einer Ausbildung aufgenommen.


Inhalte der Ausbildung zum Fotografen

Mit der Modernisierung der Fotografen-Ausbildung wurde die Struktur der Inhalt angepasst. Dieser unterteilt sich nun in Ausbildungsinhalt, die allen Auszubildenden beigebracht werden und einige speziellere Schwerpunkte, die je nach Präferenz erlernt werden können. Die einheitlichen Inhalte sind:

  •  Bildkonzeption und Entwurf
  • Beleuchtung
  • Planung und Umsetzung eines Bildes
  • Umgang mit den jeweiligen Geräten
  • Bildbearbeitung und der Umgang mit Bilddaten
  • Export von Bilddaten
  • Archivierungstechniken

Die Schwerpunkt-Inhalte, auf die man sich spezialisieren kann, umfassen:

  • Porträtfotografie
  • Produktfotografie
  • Industrie- und Architekturfotografie
  • Wissenschaftsfotografie

Prüfung und Abschluss

Die Gesellenprüfung wird bei vielen anderen Ausbildungsberufen auch vor der jeweiligen Handelskammer des Bundeslandes abgelegt. Die Prüfung unterteilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil, die von jeweils unterschiedlichen Zuständigen geprüft werden.

Zukunftschancen

Wie schon eingangs erwähnt, bietet der Fotografen-Beruf eine Vielzahl an Beschäftigungsmöglichkeiten. Außerdem ist er der geeignete Schritt für den Weg in die Medienbranche, in der sich wiederum zusätzlichen Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. Die Welt wird digital und nicht nur das geschriebene Wort, sondern ganz besonders auch die visuellen Medien werden in Zeiten des Internet immer bedeutender. Wer hier eine Ausbildung in einem visuellen Bereich vorweisen kann, für den eröffnen sich natürlich jede Menge Chancen.

Arbeitsplatz und Selbstständigkeit

Mögliche Arbeitgeber bzw. Arbeitsplätze für fertig ausgebildete Fotografen sind z.B. Ateliers, Werbeagenturen, Redaktionen, die Forschungsindustrie und natürlich ist auch eine selbstständige Beschäftigung nicht ausgeschlossen. Für alle, die sich nun für diesen Beruf interessieren oder allgemein die Fotografie für sehr interessant erachten, haben wir hier noch mal einen Online Shop, der sich auf den Verkauf von Fotografie-Technik spezialisiert:

www.calumetphoto.de


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