Wie kann man eine Wohnung Hörgeschädigten-gerecht machen?

Es gibt viele Arten des betreuten Wohnens für Hörgeschädigt. Und warum auch nicht? In Zusammenarbeit mit Pflegern kann das tägliche Leben besser organisiert und Gefahrenquellen ausgemerzt werden. Doch nicht jeder möchte sein Leben lang auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Nicht jeder möchte abhängig von einer weiteren Person sein. Zum Mensch sein gehören auch die Unabhängigkeit und die Freiheit dazu. Ganz besonders Menschen, die unter einer Ertaubung leiden, werden sicherlich mehr Probleme damit haben, auf einmal auf eine weitere Person vertrauen zu müssen, um in den eigenen vier Wänden zu Recht zu kommen. Aber wer sagt, dass das unbedingt notwendig ist? Selbstverständlich gibt es technologische Möglichkeiten, die ein unabhängiges Leben ermöglichen und fördern.

Das Problem für Hörgeschädigte bzw. Gehörlose, alleine und unabhängig zu wohnen liegt auf der Hand: Ein Großteil der modernen Signalgeber basieren auf einem akustischen Hinweis. Sei es die Spülmaschine, die Türklingel oder das Telefon. Alles basiert darauf, dass man das Gerät hören kann, das nach menschlicher Aufmerksamkeit ruft. Hinzu kommen natürlich auch Sicherheitsrisiken, denn auch Rauchmelder und Sicherheitssysteme setzen voll und ganz auf akustische Mitteilung.

Technik für hörgeschädigtes Wohnen

Natürlich gibt es auch zahlreiche technische Möglichkeiten, um das eigenständige Wohnen auch für hörgeschädigte Menschen zu ermöglichen. Eine der zahlreichsten und im Grunde genommen auch logischsten Lösungen ist die Umwandlung von akustischen Signalen in visuelle oder fühlbare Signale – also die Veränderung eines Tonsignals in ein Leuchtsignal oder ein Vibrieren.


Lichttechnik

Wir merkt ein gehörloser oder ertaubter Mensch, dass jemand an der Tür geklingelt hat oder das jemand anruft? Eine der praktischsten Methoden ist die Umwandlung des Tonsignals in ein Lichtsignal. Hier gibt es zahlreiche Lichtsysteme, die sogar universell eingesetzt werden können. So ein Gerät wird also zentral in der Wohnung platziert und mit einer Stromquelle verbunden und kann darauf programmiert werden, verschiedene Geräuschquelle in verschiedene Lichtnachrichten umzuwandeln. Das Klingeln an der Tür sieht also anders aus, als ein Telefon oder vielleicht das Weinen eines Babys im Nachbarraum. Mittlerweile gibt es sogar Wecker, die mit Licht arbeiten.

Vibrationssysteme

Eine Alternative zur Lichttechnik sind Vibrationssysteme, obwohl diese auch parallel miteinander genutzt werden können. Wie der Name schon verrät, wird bei Vibrationssysteme das akustische Signal in klar zu definierenden Vibrationen umgewandelt. Auf diese Weise kann auch während einer Phase der Konzentration bei der Arbeit oder Tätigkeit im Garten – also allen Tätigkeiten bei denen man nicht immer sofort ein einfaches Lichtsignal bemerken kann – gespürt werden, ob jemand an der Tür klingelt oder gerade anruft und ähnliches.

Mit diesen einfachen Hilfsmitteln kann so gut wie jedes Signal, dass es normalerweise voraussetzen würde, dass man etwas hören kann, umgewandelt werden in Mitteilungen, die auch Menschen mit Hörschäden oder Hörverlust wahrnehmen können. Die Vibrationstechnik ist auch besonders beliebt im Einsatz als Wecker. Per Armband oder Sensor im Bett kann das normalerweise akustische Signal in ein spürbares Vibrieren umgewandelt werden.


Sicherheit Zuhause für Hörgeschädigte

Auch für die Sicherheit in den eigenen vier Wänden gibt es Hilfsmittel auf die Gehörlose oder Menschen mit Hörgeschädigten zugreifen können. Sicherheit bleibt weiterhin ein bedeutender Aspekt in unserem Leben und auch durch die Einschränkung durch Gehörverlust darf die Sicherheit Zuhause nicht leiden. Natürlich ist es, wenn man die Möglichkeit hat, am besten, dafür zu sorgen, dass das eigene Haus mit moderner Sicherheitstechnik, wie einbruchssichere Fenster und Türen (Bei diesem Anbieter kann man sich genauer informieren) ausgerüstet ist. Viele Menschen – ganz besonders in Großstädten – jedoch, leben in Wohnungen und haben generell nur wenig Einfluss auf die Qualität der Haustüren oder Fenster.

Natürlich ist die Ausrüstung mit moderner Sicherheitstechnik nur der Anfang. Was jeder tun kann, ist die eigene Wohnung mit Alarmsystemen, die für Gehörlose konzipiert sind, ausrüsten. Auch hier gibt es Technologien, die wieder auf Lichtsignale und Vibrationen zurückgreifen. Hier gibt es zum Beispiel Rauchmelder und Tischblitzlampen, die mit deutlich erkennbaren optischen und physischen Signalen vor Gefahren im Schlaf warnen.

Wohnen mit Stil

Bedenkt man nun all diese technischen Möglichkeiten, die es ermöglichen eine Wohnung so aufzurüsten, dass sie auch für einen gehörlosen Menschen im Alltag nutzbar ist, möchte man meinen, dass die eigenen Vier Wänden geradezu mit Technik vollgestellt sein werden und gar kein Platz für stilvolle Einrichtung bleibt. Natürlich ist dem nicht so! Die meisten dieser technischen Lösungen sind vergleichsweise klein und können einfach in die Steckdose gesteckt werden. Wer sagt also, dass ein gehörloser Mensch nicht auch eine stilvoll eingerichtete Wohnung mit Designermöbeln und hochwertigen Teppichen oder ähnlichem, haben kann?

Ganz im Gegenteil! Im Grunde genommen ist doch gerade für Menschen, die ihre Umwelt mit einem Sinn weniger wahrnehmen können, noch wichtiger, dass das eigene Zuhause alle anderen Sinne umso besser anspricht. Ganz besonders wichtig ist hier natürlich die Einrichtung. Ob man nun die eigenen Vier Wände mit Designermöbeln von Premiumanbietern einrichtet oder mit dem „Mobiliar von der Stange“ a la Ikea bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen nicht streiten – über die Bedeutung einer eigenen Wohnung, in der man sich rundum wohlfühlen kann, schon!

Hier haben wir mal eine Liste mit bekannten und empfehlenswerten Möbelanbietern. Wir wünschen viel Spaß bei der Einrichtung!


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